Der Linsentausch
Auch als RLE = Refractive Lense Exchange bekannt.
Menschen mit einer extrem hohen Fehlsichtigkeit kann häufig nur durch den Tausch der körpereigenen Linse mit einer individuellen Kunstlinse geholfen werden. Dank der neuesten Linsen-Entwicklung – der Multifokallinse – ist es heute möglich, neben der Fehlsichtigkeit auch die Alterssichtigkeit zu korrigieren!
Beim Linsenersatz verliert das Auge seine natürliche Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Entfernungen selbst scharf einzustellen (“Akkommodation”). Aus diesem Grund wird dieses Verfahren zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit erst dann eingesetzt, wenn die Akkommodationsfähigkeit bereits reduziert ist (ca. ab dem 45. Lebensjahr) oder bereits eine Trübung der Linse vorliegt (beginnender Grauer Star).
Die Wahl der Kunstlinse
Heute werden bei Kataraktpatienten standardmäßig sogenannte Monofokallinsen
„Ein-Stärke-Linsen“ eingesetzt. Darunter versteht man Kunstlinsen, die Ihnen ein
scharfes Bild in nur einem Entfernungsbereich liefern, in der Regel im Fernbereich.
Gegenstände oder Personen in der Nähe werden nur unscharf wahrgenommen. Um
auch diesen Entfernungsbereich abzudecken, benötigen die Patienten im Anschluss an
die Operation zusätzlich eine Nah- oder Gleitsichtbrille.
Im Gegensatz dazu liefern Multifokallinsen, oder „Mehr-Stärken-Linsen“ durch ein spezielles Optikdesign in verschiedenen Entfernungsbereichen ein scharfes Bild.
Dadurch ermöglichen sie eine weitgehende Unabhängigkeit von der Brille. Die Wahl der für Sie geeigneten Intraokularlinse ist eine wichtige Entscheidung, die Sie vor der Operation gemeinsam mit Herrn Dr. Veith treffen.
Dr. Veith im OPDer Ablauf
Der Linsentausch entspricht dem Ablauf der Katarakt-Operation. Auch dabei wird die natürliche Linse entfernt und die künstliche Linse in den Kapselsack implantiert. Sie sind auch bei diesem Verfahren in erfahrenen Händen, denn Dr. Veith hat bereits mehr als 21.000 dieser Behandlungen durchgeführt.
Der Eingriff besteht aus zwei Schritten: Im ersten Schritt wird die körpereigene Linse
Entfernt. Im zweiten Schritt wird die Kunstlinse eingesetzt.
1.
Zerkleinern der trüben Linse – die Phakoemulsifikation
Bei der Phakoemulsifikation wird ein nur millimeterfeiner Schnitt gemacht, anschließend
wird die Linsenkapsel geöffnet. Der Linsenkern wird dann mittels Ultraschall zerkleinert und abgesaugt.
2.
Über den feinen Schnitt (ca. 3 mm) kann in den nun leeren Linsenkapselsack eine kleine, gefaltete Kunstlinse aus weichem Material eingeschoben
werden. Die Linse entfaltet sich sanft im Augeninnern, wo sie mit Hilfe von kleinen, elastischen Bügeln verankert.